"Richte den Blick nach innen und du findest tausend Gebiete, die noch unergründet in deines Geistes Tiefe liegen. Bereise sie und sei Gelehrter deiner inneren Kosmografie."

Henry David Thoreau

Meine "innere Reise" begann im Frühjahr 2014 - unglaublich und unheimlich! So unglaublich, dass ich anfing, meine Erlebnisse zu Papier zu bringen. Ich begann, ein Tagebuch zu schreiben, nur für mich, nur um mir selbst zu beweisen, dass all das, was mein Verstand nicht fassen konnte, tatsächlich passierte. Irgendwann wurde aus diesem Tagebuch ein richtiges Buch, das vielleicht noch dieses Jahr veröffentlicht wird.

 

Hier ein Auszug aus dem Prolog:

 

"Es begann plötzlich und unerwartet. Von einem Tag auf den anderen änderte sich mein Leben vollkommen. Ganz unmerklich allerdings für meine Mitmenschen. Bis zu diesem besonderen Moment im Frühlingsmonat April hatte ich ein völlig normales Leben geführt. Nichts daran war außergewöhnlich gewesen. Alles war in ruhigen und geordneten Bahnen verlaufen. Drei Monate zuvor hatte ich mein 51. Lebensjahr vollendet. Ich war seit mehr als neun Jahren glücklich mit meinem Mann verheiratet. Jürgen hatte ich vor mehr als 18 Jahren beim Studium kennengelernt. Wir lebten in einer kleinen schönen fränkischen Stadt, unsere Ehe war zwar kinderlos geblieben, aber das hatte unsere Beziehung keinesfalls beeinträchtigt. Abgesehen von den normalen Höhen und Tiefen, die jeder Alltag so mit sich bringt, konnte ich behaupten, dass ich mit meinem Leben rundum zufrieden war und mich für einen sehr ausgeglichenen Mensch hielt.

 

  Wie wahrscheinlich jeder Mensch irgendwann an den Punkt kommt, über das eigene Leben tiefgehender nachzudenken, begann auch ich zum ersten Mal, intensiv nach dem Sinn meines Daseins zu fragen, insbesondere in Bezug auf das, was womöglich nach diesem Leben auf mich warten würde. Gab es ein „Jenseits“? Und wenn ja, wie sah es aus? Eine Kollegin empfahl mir eines Tages ein ganz bestimmtes Buch von Charles W. Leadbeater, einem Theologen, der im 19./20. Jahrhundert lebte. „Das Jenseits“ war eine ziemlich schwere, aber sehr erhellende Lektüre über die spektakulären Ergebnisse zahlreicher jahrzehntelanger Untersuchungen, die der Autor bezüglich der „anderen Seite“ geführt und in seinem Werk veröffentlicht hat.

 

  Rückblickend betrachtet, denke ich heute, dass dieses Buch und weitere Bücher, die ich anschließend noch las, nach und nach mein Bewusstsein veränderten. Sie waren eine Art „Türöffner“. Es wurde eine Tür geöffnet, die mir einen neuen Weg offenbarte, den Weg zu meiner Spiritualität. Ich begab mich auf eine Reise. Für mich begann diese innere Reise zunächst unheimlich, doch je länger die Reise dauerte, desto schöner und lichtvoller wurde es in mir. Dabei wurde ich begleitet von Menschen, die ich schon lange kannte, aber auch von Menschen, die ich erst neu kennenlernte. Außerdem wurden unsichtbare Wesen zu meinen ständigen liebevollen Begleitern.

 

  An jenem Tag wusste ich sofort, dass etwas Unglaubliches mit mir geschieht. So unglaublich, dass ich zunächst niemandem außer Jürgen davon erzählte. Ich befürchtete, dass mich alle für verrückt erklären würden, wenn sie davon erfahren. Gleichzeitig wusste ich aber auch, dass ich meine Erlebnisse sofort zu Papier bringen musste, weil ich es sonst vermutlich selbst eines Tages nicht mehr glauben würde. Ich begann also ein Tagebuch zu schreiben. Darin hielt ich alles fest, was mir geschah und wie ich mich dabei fühlte, was mir durch den Kopf ging und mich beschäftigte. Ich schrieb meine Erlebnisse nieder, aber der Gedanke, dass daraus einmal ein Buch entstehen könnte, kam mir erst viel später ..."